Unser Lager....

Unser Zelt ist ein Baumwollzelt mit 6m Länge, 4m Breite und 3,5m Höhe.
Die Größe entspricht dem was wir suchten, denn unser Geldbeutel hat nichts für ein Landsknechtzelt rausgerückt.
Dieses Zelt ist, sagen wir, eine Mischung aus allen Zeiten. Sozusagen...mehr oder weniger authentisch. Unsere Zeit ist um 1150 bis 1280. Ich weiß, dies ist eine große Zeitspanne, nur meine Frau meint... Die Kleidung ist so schön....  (Weibsvolk) Wir nennen eine Lagerküche unser eigen, ebenso einen Tisch mit Bank für´s niedere Volk und eine "Grafenbank".

So sieht unser Zelt jetzt von außen aus

Unser Bett (in eigenbau hergestellt)

Die Trennwand im Zelt, hinter der unser Waschtisch steht.

Unser Tisch(Die Schwertscheiden habe ich selbst hergestellt)


Und nun .... zum Lager und dem aufbau...
Wer glaubt, dass es einfach und leicht ist ein Lager auf einem Mttelaltermarkt aufzubauen, der irrt.

Es fängt mit dem Beladen des Fahrzeugs an, geht weiter mit der Fahrt zum Lager, weil man die ganze Fahrt überlegt was man denn vergessen hat, dem suchen des Veranstalters, wenn man denn angekommen ist.

Dann gehts los.

Den Lagerplatz abstecken, das Zelt aufbauen - Petra und ich bauen unser Zelt in ca. 35 min. auf - 
wenn´s dann steht, nochmal drumherum laufen, alles richten und nachspannen. Die Folie auf dem Boden auslegen, das Bodenvlies auslegen, das Bett aufbauen, den Tisch aufbauen, die Abtrennung befestigen, den Waschplatz aufbauen.
 Ja, wir haben uns einen kleinen Waschplatz im Zelt gegönnt. Zum Waschen der Hände und des Gesichts und für die Morgentoilette reicht´s.
 (Das Abwasser wird aber nicht hinter dem nächsten Baum oder Busch entsorgt, sondern in einen Eimer umgefüllt und zur Toilette gebracht. Dort wird es entsorgt!!)
Dann den Freunden beim Aufbau ihrer Zelte helfen und das Lager ausbauen, Kochstelle - Sonnensegel - Bänke und Tische wollen auch aufgebaut werden. Man will ja nicht auf dem Boden sitzen.
Wenn alles steht, das eigene Bett beziehen und den Tisch im Zelt herrichten. Die Felle drapieren.
 Wer danach nicht platt ist........
Wenn alles steht, die Zelte, die Kochstelle, die Bänke und der Tisch dann wird´s gemütlich, wenn´s nicht regnet.
Wenn man dann ins Bett geht, ungeduscht und nach dem Rauch der Feuerstelle riechend, fühlt man sich einen Augenblick in die Kindheit zurück versetzt, bis die erste Stechmücke kommt........
Übrigens, wir haben keinen Strom am Lagerplatz.
Das Licht kommt von Kerzen, warmes Wasser von der Kochstelle.
Der nächste Morgen beginnt mit dem Feuermachen. Derjenige, der zuerst aufgestanden ist, macht Feuer!
Dann steht an:
Frühstücken und besprechen wie der Tag ablaufen soll.......Das abbauen des Lagers verläuft in umgekehrter Reihenfolge wie das aufbauen.
Ist eigentlich schon ein wenig Stress....
Macht aber irre viel Spaß